
Kollegienkirche Salzburg, Samstag, 21. November 2026
„Panik-Licht-Ekstase“
Gemeinschaftsarbeiten von Herbert Brandl und Max Böhme
18 Uhr Präsentation der Ausstellung
Begrüßung: MMag. Christian Wallisch-Breitsching
72 Arbeiten auf handgeschöpftem Büttenpapier, 2025-2026, je ca. 50 x 38 cm, Die Ausstellung ist an diesem Wochenende, Samstag, 21., und auch amSonntag, 22. November, von10 bis 18 Uhr zu besichtigen.
Entsprechend dem Kirchenraum, der dominant und herausfordernd ist, wurde eine ganz besondere Präsentationsform ausgearbeitet: Die einzelnen Arbeiten, Mischtechniken auf dicken,unregelmäßigen Papieredie insgesamt 5 Paravents werden im Altarraum der Kirche platziert. Das Ziel dieser Kurz Ausstellung ist die Dokumentation in einer Publikation, die alle Präsentationen dieser Serie zusammenfassen wird. Es sind für diesen Katalogalso die Fotografien, die in der Kollegienkirche von Sandro Zanzinger aufgenommen werden, ein wichtiger Bestandteil.
Der gemeinsame Arbeitsprozess begann im Frühjahr 2023. Max Böhme schreibt dazu: Zuerst hat Herbert Brandl auf nackte Blätter weißes Gesso verschüttet, ich hab darauf irgendwi reagiert, noch viel mit Tusche, aber auch ein wenig mit Farbe, dann auch mit Pastell und Schnaps gearbeitet manchmal auch nur mit Fixierspray stehen gelassen. Herbert ist dann in einer zweiten Session mit 4 Graffiti-Spraydosen, Neon, darüber gegangen und hat anschließend Glimmerlack aus Pappbechern geschüttet. Ich hab noch eine Schicht weitergemalt, auch mit Öl. Fassoniert sozusagen.
Ich rief damals Herbert an und sagte: „Wir machen ein Buch über den Tod unserer Mütter“. Herberts Mutter starb vor gefühlten 25 Jahren. Herberts Mutter hatte den schönsten Garten der Welt und meine Mutter hat sich angezogen wie ein geschmückter Christbaum zu Ostern. Beide haben uns sowohl die Aufmerksamkeit für die Schönheit als auch die Weisheit beigebracht, dass es sich lohnt, jeden Tag die Welt schöner und besser zu machen.
Wir haben 27 Kilo Brüsseler Leinen in der Schöpfmühle der Mörzingers im Waldviertel geschreddert, eingesumpft und daraus Büttenbögen geschöpft. Papier aus Leinwand. Der Plan war Bozzeti zu machen. Kleine Entwürfe für mögliche große Malerei. Wir sind Maler und wollten ein Buch machen. Damals hieß das Buch: „Die Tod”.
DIE TOD (oft auf Bozettis nur DIE genannt.).
Auch in romanischen Sprachen ist der Tod weiblich: la mort, la morte, la muerte, .... Weiter in der Erzählung von Max Böhme:
Wir wollten auch einige große Bilder malen, zusammen oder gegeneinander, je nachdem, jedenfalls tanzend. Also habe ich ca. zwei Dutzend Leinwände für uns vorbereitet. ... Leider ist es dazu nicht mehr gekommen.
Mein Meister starb im Juli 2025...